Von Bremerhaven nach New York

„Willkommen an Bord“, hieß es Ende Oktober für die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs im Auswandererhaus Bremerhaven. Im Erlebnismuseum begaben sich die Klassen 8a, 8b, 8c und 8d auf eine spannende und lehrreiche Zeitreise. Am Eingang erhielten die Schüler einen „Boarding Pass“, ein Booklet und einen Fragebogen mit Informationen und Fragen zu zwei Personen, die als Deutsche nach Übersee ausgewandert bzw. aus einem anderen Land nach Deutschland eingewandert sind. Als Reisebegleiter ihrer historischen Auswanderer fanden sich die Schüler nach einer kurzen Einweisung durch das Museumspersonal in einer Wartehalle und schließlich zwischen aufgestapelten Kisten und Koffern an der Kaje wieder.  An verschiedenen Hörstationen berichteten Auswanderer über ihre Erfahrungen und Gedanken bei der Abreise aus der Heimat. Schließlich ging es an Bord eines großen „Schiffes“, in dem die Geschichte der Auswanderer nacherzählt und dargestellt wird. In der „Galerie der 7 Millionen“ trafen die Schüler „ihre“ Auswanderer wieder, deren Biografien den Besuchern an Hörstationen, in Vitrinen und Schubladen nähergebracht werden. Bei der Recherche erfuhren die Schüler manches über die Ursachen und Gründe für die Auswanderung. In der nächsten Abteilung wurden die verschiedenen Schiffstypen, die Unterkünfte und das Leben an Bord anhand nachgebauter Schlafkojen und eines Speisesaals vorgestellt. Hier konnten sich die Schüler sogar selbst unter die „Reisenden“ mischen, bei denen es sich um lebensgroße Puppen handelte. Schließlich kamen die Achtklässler in Ellis Island/New York an, der größten Einwanderungsstation der USA. Im „Grand Central Terminal“ erfuhren die Schüler, was aus „ihren“ Auswanderern in der neuen Heimat geworden ist. Nach einem Gang über die „Brücke“ durchwanderten die Klassen den zweiten Teil der Ausstellung zum Thema „300 Jahre Einwanderung nach Deutschland“. In einem nachempfundenen Einkaufszentrum der BRD des Jahres 1973 galt es, nach Spuren der Einwanderer zu suchen. In den Geschäften verbargen sich viele persönliche Objekte. Im Untergeschoss entdeckten die Schüler ein Kino, in dem Kurzfilme zur Aus- und Einwanderung gezeigt wurden. Wer wollte, konnte in der Museumsdatenbank nach eigenen ausgewanderten Verwandten recherchieren. Die Zeit im Museum verging wie im Flug. Gegen 13 Uhr warteten schon die Busse vor dem Eingang, um die Schüler wohlbehalten zur Schule zurückzubringen.

 

Würdigung für sowjetische Kriegsgefangene

In den letzten beiden Septemberwochen besuchten die 10c und 10d sowie die 10b und 10e gemeinsam das Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager (Stalag) X B Sandbostel. Den Weg dorthin legten die Schüler und Lehrkräfte mit dem Fahrrad zurück. Angekommen in Sandbostel, wurden die Schüler klassenweise einem Mitarbeiter der Gedenkstätte zugeordnet, der ihnen sehr lebendig ein paar grundlegende Informationen zu dem Lager näherbrachte. Im Zuge dessen sollten die Schüler Fotos auswählen, die ihrer Meinung nach einem typischen Lagerleben entsprechen, wie auch solche, die ihnen besonders untypisch erschienen. So kam es schnell zu einem intensiven Austausch über das damalige Leben im Kriegsgefangenenlager Sandbostel. Im Anschluss hieran besichtigten die Klassen das weitläufige Gelände mitsamt der noch erhaltenen Baracken. Die Schüler erhielten auf anschauliche Art und Weise einen Eindruck, wie die Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkrieges im Lager leben mussten. Ihnen wurde zudem verdeutlicht, dass die Gefangenen, je nach Herkunft, sehr unterschiedlich behandelt wurden. Beispielsweise erging es den Franzosen um einiges besser als den Sowjets, unter anderem hinsichtlich der Nahrungsmittelversorgung. Ein weiterer Programm-punkt des Vormittags war das Namensziegelprojekt.

Um die zahlreichen verstorbenen sowjetischen Kriegsgefangenen, die lediglich in Massengräbern auf dem Lagerfriedhof begraben wurden, angemessen zu würdigen, werden Namensziegel angefertigt. In Zweierteams gestalteten die Schüler auf Basis einer Personalkarte und nach strengen Vorgaben ihren eigenen Tonziegel. Abschließend besichtigten die Klassen noch die Massen- und Einzelgräber auf dem Lagerfriedhof. Auch hier wurden die gravierenden Unterschiede, die zwischen den Nationen gemacht wurden, deutlich. Das Schildern persönlicher Einzelschicksale veranschaulichte den Schülern die Vergangenheit des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel.

Text: Sabrina Heitsch

Gelungenes Sportfest mit großer Beteiligung

Am 31. August 2018 richtete die Oste-Hamme-Schule ihr Sportfest aus. Bereits gegen 7 Uhr trafen sich die Sportlehrer mit weiteren Mitgliedern des Kollegiums zum Aufbau der Wettkampfstationen. Nach dem Eintreffen der Schülerinnen und Schüler und dem Verteilen der Wettkampfkarten durch die Klassenlehrer fiel der Startschuss für die verschiedenen Sportdisziplinen.

Die Schülerinnen und Schüler absolvierten drei Disziplinen aus den Bereichen Sprint, Sprung, Wurf/Stoß und Ausdauer. Innerhalb der Sportbereiche konnten die Disziplinen frei gewählt werden. Wer mochte, durfte auch Sportarten aus allen vier Bereichen wählen, wobei jedoch nur drei Disziplinen in die Schlusswertung eingingen. War es am Morgen noch recht kühl auf dem Sportplatz an der Außenstelle, zeigte sich im Laufe des Vormittags die Sonne. Die Nachwuchssportler legten sich kräftig ins Zeug, um die begehrten Sieger- und Ehrenurkunden zu ergattern.

„Ich finde es einfach schön, als Schule etwas zusammen zu machen“, sagte Schulleiterin Astrid Junge. Gemeinsam mit Konrektorin Saskia Zarnikow und der didaktischen Leiterin Magdalena Grube versorgte sie die Helfer an den Wettkampfstationen mit Kaffee und Kuchen. Auch Sportlehrer Moritz Schrader zeigte sich zufrieden mit der Beteiligung der Lehrer und Schüler. „Alle sind aktiv und engagiert bei der Sache. Wir haben tolles Wetter. Was will man mehr?“ so Schrader.

Zum Abschluss des Sportfestes fanden die Staffelläufe in den Jahrgängen statt. Auch das Lehrerkollegium stellte eine Staffel, musste sich allerdings den Top-Leistungen der Schüler geschlagen geben. Die beste Zeit lief die Staffel der Klasse 10a mit 52.25 Sekunden auf 4 mal 100 Meter. Bei der Siegerehrung gab es Urkunden für alle Teilnehmer, denn wie bei den Olympischen Spielen galt auch beim Sportfest der Oste-Hamme-Schule: Dabeisein ist alles.

Very british! Sprachenfahrt nach Südengland

Vom 12. bis zum 17. August 2018 fanden die Sprachenfahrten der 9. und 10. Klassen statt. Maja Bullwinkel (9c) und Tobias Winter (9b) reisten mit ihrer Gruppe nach Südengland und berichten über ihre Erlebnisse:

„Am Sonntag um 9:00 Uhr morgens ging unsere Reise mit noch müden, aber gespannten Schülern der 9. und 10. Klassen los. Es ging durch die Niederlande, Belgien und Frankreich, bis wir schließlich die Fähre in Calais nach Dover erreichten. Am Abend kamen wir gegen 20:00 Uhr in Seaford, einem Vorort von Brighton, an. Dort wurden wir schließlich alle von unseren Gastfamilien empfangen. Mit Pizza, Pasta und Burgern zum ersten gemeinsamen Abendessen war das neue Umfeld gleich zum Wohlfühlen.

Am nächsten Morgen sind wir nach dem Frühstück direkt nach Bristol gefahren. Dort haben wir eine Rallye gemacht, um die Stadt auf eigene Faust kennenzulernen. Die Gewinner bekamen bei der Siegerehrung sogar ein typisch englisches Geschenk als Andenken. Besonders schön war der Besuch des langen Piers mit vielen Achterbahnen, Fish&Chips Ständen und Souvenirläden.

Am späten Nachmittag sind wir dann noch auf den weißen Klippen, den sogenannten Seven Sisters mit dem berühmten Leuchtturm am Beachy Head spazieren gegangen.

Am Dienstag waren wir dann schließlich den ganzen Tag in London. Wir sind über die Tower Bridge spaziert,  waren beim Big Ben und dem London Eye und am Ende unserer Tour waren wir auch noch beim Buckingham Palace, wo leider die Queen keine Zeit hatte uns kurz zuzuwinken.

Den Rest des Tages hatten wir dann frei, sind auf eigene Faust durch London gelaufen und waren kleine Geschenke für unsere Familie und Freunde shoppen oder in den unzähligen Restaurants, Foodtrucks und Imbissen typisch Englisch essen.

Am Mittwoch waren wir in Portsmouth, einer Hafenstadt westlich von Brighton. Wir haben uns dort erst einmal den Ort angeschaut. Es gibt dort riesengroße, berühmte Schiffe wie die „Mary Rose“, die damals im Krieg eingesetzt wurden und heute mit anderen großen Schiffen in den Dockyards ausgestellt werden. Am Nachmittag haben wir dann eine Schlossbesichtigung im Arundle Castle gemacht. Es ist eines der besterhaltenen, mittelalterlichen Schlösser Englands.

Am Donnerstag, und somit auch am letzten Tag, haben wir uns von unseren Gastfamilien verabschiedet und sind nach Canterbury gefahren. Dort haben wir uns die Canterbury Tales angesehen. Hier werden Geschichten erzählt, die sich die Menschen im 14. Jahrhundert bei ihren Pilgerreisen erzählt haben. Im Anschluss sind wir mit einem kleinen Boot gefahren, was sehr flach war und von Männern gefahren wurde, die wie in Venedig nur mit einem Holzstab die kleinen Boote bewegten. Abends sind wir dann in ein italienisches Restaurant gegangen und haben dort gemeinsam zum Abschluss eine der besten Pizzen gegessen. Abends sind wir dann zurück nach Deutschland gefahren.

Alles in Allem war diese Reise ein voller Erfolg. Es hat großen Spaß gemacht und nicht nur das! Wir hatten auch die Möglichkeit, uns untereinander besser kennen zu lernen. Einige von uns haben sogar neue Freundschaften geschlossen.

Es hat sich also wirklich gelohnt, mitzufahren! Wir können nur jedem empfehlen, bei der nächsten Fahrt mit dabei zu sein!“

 

Sponsorenlauf zur Schulverschönerung

„Unsere Schule soll schöner werden.“ Das dachte sich die Schülervertretung, als sie auf die Idee kam, den diesjährigen Sponsorenlauf unter dieses Motto zu stellen. Bei strahlendem Sonnenschein und damit optimalem Laufwetter traten die Schülerinnen und Schüler der Oste-Hamme-Schule am Freitag, 15.6., auf dem Sportplatz zum Wettkampf der besonderen Art an. Weiterlesen

Gedenken und Mahnung

Am 29. April 1945 wurde das Kriegsgefangenenlager Stalag XB Sandbostel von der britischen Armee befreit. Zum 73. Jahrestag der Befreiung fand jetzt eine Gedenkfeier in Sandbostel statt. Schülerinnen und Schüler der Klassen 10g und 10a an der Oste-Hamme-Schule Gnarrenburg nahmen erstmals an dem Gedenkakt teil.

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Gesundheit macht Schule – Schule macht Gesundheit

Vom 7. bis zum 9. März 2018 fanden in der Oste-Hamme-Schule die Projekttage zum Thema „Gesundheit macht Schule – Schule macht Gesundheit“ statt. An diesen Projekttagen konnten die Schüler zwischen unterschiedlichen Kursen wählen, welche das Ziel hatten, die Schüler über Wege zu informieren, ihre Gesundheit zu verbessern. Dabei konnte man die Kurse in zwei Kategorien einteilen, einen praktischen Bereich und einen theoretischen Bereich. Im praktischen Bereich gab es zum Beispiel Kursangebote wie Volleyball, eine Fahrradtour und Akrobatik. Im theoretischen Bereich dagegen gab es zum Beispiel einen Kurs zum Thema Drogenkonsum, zu Phantasiereisen und einen Kurs gegen den Prüfungsstress. (Text: Yoko, Philipp und Nick, 10g) Weiterlesen

Forschen gegen das Vergessen

Der Besuch im ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz im Rahmen ihrer Krakau-Klassenfahrt im September 2017 hat die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10g so betroffen gemacht, dass ihr Interesse für weitere historische Nachforschungen im eigenen Wohnumfeld geweckt wurde. Bei einem Projekttag in der Gedenkstätte Lager Sandbostel stellten die Schüler jetzt eigene Recherchen zum Leben im ehemaligen Kriegsgefangenenlager Stalag X B Sandbostel an. Weiterlesen

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