White Horse Theatre an der OHS: Mobbing-Drama ging unter die Haut
„The watchers are the worst“ – So lautete eine der eindringlichen Botschaften des Theaterstückes „Sticks & Stones“ rund um das Thema Mobbing. Ein Ensemble des englischsprachigen Tournee-Theaters White Horse Theatre Company war am 4. Dezember im Rahmen seiner Deutschlandtournee zu Gast an der Oste-Hamme-Schule.

Foto: René Golz
Die Schüler:innen des 7. bis 10. Jahrgangs saßen auf der Tribüne der Turnhalle am Brilliter Weg und warteten gespannt auf das, was da kommen sollte. Das Bühnenbild wirkte mit einem großen Graffiti als Hintergrund und ein paar weißen Kästen recht spartanisch. Umso intensiver lag die Aufmerksamkeit auf dem atmosphärischen Spiel der Darsteller:innen. Morgan Corby, Jennifer Lockwood, Amber Tormey und Ewan Bruce übernahmen in dem zweigeteilten Stück unterschiedliche Rollen.
Ein Schüler und eine Schülerin, die in der Schule massivem Mobbing ausgesetzt sind, standen im Fokus der ineinander verwobenen Handlungsstränge. Einige Szenen gingen unter die Haut, auch wenn jedem im Raum klar war, dass alles inszeniert war. Die Schüler:innen wurden so selbst zu Zeug:innen des Mobbings, das in einem Fall fast tödlich ausgegangen wäre.

Foto: René Golz
Die Rechtfertigungen der Täter:innen machten schnell deutlich, dass die Gründe weit tiefer gingen als die zunächst geäußerte Behauptung, ein nicht wirklich ernst gemeintes „Spiel“ treiben zu wollen. Am Ende des Stückes animierten die Schauspieler:innen das junge Publikum, für die Mobbing-Opfer im Wortsinn aufzustehen und diese aktiv gegen die Mobber zu unterstützen.
Nach dem Theaterstück hatten die Schüler:innen Gelegenheit, Fragen zu stellen, was viele sehr souverän auf Englisch taten. Das Theaterstück war zusätzlich ein gutes Training für das englische Hörverstehen. Und Spaß war trotz des ernsten Themas auch dabei.
Text: Krs
