Ein neuer Start für unseren fünften Jahrgang: Ankommen, Kennenlernen und Zusammenwachsen
Zwei Wochen voller neuer Begegnungen, gemeinsamer Erlebnisse und wichtiger Erfahrungen: Für unsere neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler begann das Schuljahr in diesem Jahr mit einer besonderen Einführungsphase. Anders als in den vergangenen Jahren wurden die Schülerinnen und Schüler nach der Einschulungsfeier am 14. August zunächst nicht dauerhaft ihren zukünftigen Klassen zugeordnet. Stattdessen wechselten die Gruppenkonstellationen während der ersten beiden Schulwochen täglich.
Hinter dieser besonderen Organisation steckt ein klarer Gedanke: Die Kinder kommen aus unterschiedlichen Grundschulen und kannten sich zu Beginn häufig noch nicht. Durch die wechselnden Gruppen erhielten sie die Möglichkeit, viele verschiedene Mitschülerinnen und Mitschüler kennenzulernen. So entstanden bereits in den ersten Tagen neue Kontakte und Freundschaften. Gleichzeitig konnten die Kinder erleben, dass sie als gesamter Jahrgang eine Gemeinschaft bilden.
Die neue Schule kennenlernen
In den zwei Wochen ging es vor allem darum, an der neuen Schule anzukommen und sich zu orientieren. Die Schülerinnen und Schüler lernten alle Klassenlehrkräfte des 5. Jahrgangs kennen und erkundeten das Schulgebäude sowie wichtige Bereiche der Schule. Bei einer Schulrallye konnten sie ihre neue Umgebung spielerisch entdecken und dabei gleichzeitig als Gruppe zusammenarbeiten.
Auch die Strukturen und Besonderheiten des Schulalltags wurden Schritt für Schritt vorgestellt. Die Kinder lernten beispielsweise das Doppelstundenmodell, die Schulregeln und wichtige Abläufe kennen. Außerdem erhielten sie erste Einblicke in das selbstorganisierte Lernen und erfuhren, wie sie ihren eigenen Lernprozess zunehmend selbstständig gestalten können.
Gemeinsam lernen – analog und digital
Ein weiterer Schwerpunkt der Einführungsphase lag auf dem digitalen Arbeiten. Die neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler wurden mit den an der Schule verwendeten Plattformen IServ, EduPage und Scobees vertraut gemacht. Dabei konnten sie erste Erfahrungen sammeln und lernen, wie sie die digitalen Werkzeuge im Schulalltag nutzen können.
Darüber hinaus standen verschiedene Formen des Sozialtrainings und Teambuildings auf dem Programm. In gemeinsamen Übungen ging es darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, Vertrauen aufzubauen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und als Team Aufgaben zu bewältigen.
Auch die individuellen Lernvoraussetzungen der Kinder wurden in den Blick genommen. Durch eine Diagnostik in den Bereichen Lesen, Schreiben und Mathematik konnte ein erster Überblick über die jeweiligen Stärken und Unterstützungsbedarfe gewonnen werden.
Ein gemeinsamer Ausflug an den Vörder See
Ein besonderes Highlight der zweiten Woche war der gemeinsame Ausflug an den Vörder See. In einer neuen Umgebung konnten die Schülerinnen und Schüler weitere gemeinsame Erfahrungen sammeln und sich noch einmal auf ganz andere Weise kennenlernen.
Beim Minigolf waren Geschicklichkeit, Konzentration und gegenseitige Unterstützung gefragt. Besonders spannend wurde es bei der Führung durch die „Welt der Sinne“. Hier konnten die Kinder ihre eigenen Sinne auf vielfältige Weise erleben und erfuhren dabei viel Interessantes darüber, wie Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen funktionieren.
Natürlich durfte auch die gemeinsame Freizeit nicht fehlen: Auf dem Wasserspielplatz wurde gemeinsam gespielt, gelacht und getobt. Dabei entstanden weitere neue Kontakte und die Kinder konnten erleben, wie viel Spaß gemeinsames Spielen und Erleben macht. Der Ausflug war damit nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Einführungsphase.
Die Klassen entstehen erst nach dem Kennenlernen
Eine besondere Bedeutung hatte die bewusst spätere Klasseneinteilung. Erst nach etwa eineinhalb Wochen wurden die Schülerinnen und Schüler ihren festen Klassen zugeordnet. In die Entscheidung flossen dabei auch die Beobachtungen der Klassenleitungen sowie die Rückmeldungen der Grundschulen ein.
Der Vorteil dieses Vorgehens: Die Kinder und auch die Lehrkräfte hatten bereits Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Die Lehrkräfte konnten die Schülerinnen und Schüler in unterschiedlichen Gruppenkonstellationen erleben und dadurch einen umfassenderen Eindruck von ihren sozialen Beziehungen und ihrem Verhalten gewinnen.
Wir als Schule verbinden mit diesem neuen Konzept die Hoffnung, ausgewogene Klassenkonstellationen zu schaffen und gleichzeitig den Zusammenhalt des gesamten fünften Jahrgangs zu stärken. Denn eine gute Klassengemeinschaft beginnt nicht erst mit der Einteilung in eine feste Klasse – sie entsteht durch gemeinsame Erfahrungen, Begegnungen und das Gefühl, als Jahrgang zusammenzugehören. Nach diesen ersten beiden intensiven Wochen sind unsere neuen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler nun in ihren Klassen angekommen.
Wir wünschen unseren neuen fünften Klassen einen guten Start, viel Freude am Lernen und eine erfolgreiche gemeinsame Zeit an unserer Schule!
Text und Fotos: Gru
