„Wir sind stark“ fördert Vertrauen, Respekt und Empathie
Zivilcourage kann man lernen. Bei dem Präventionsprojekt „Wir sind stark“ geht es nicht nur darum, Jugendliche für korrektes Verhalten in Notsituationen zu sensibilisieren sowie Respekt und Empathie für andere zu entwickeln. Auch das Vertrauen in die Klassengruppe soll durch praktische Übungen gestärkt werden.

Die „Zugbrücke“
Sich rückwärts von einem Tisch fallen und von der Gruppe auffangen zu lassen oder sich bei der Übung „Zugbrücke“ von der Gruppe halten zu lassen, dazu gehören Mut und Vertrauen. Mutig ist es aber auch, zu seiner eigenen Meinung zu stehen und sich nicht von einer Gruppe beeinflussen zu lassen.
Das Präventionsprojekt „Wir sind stark“ wird seit einigen Jahren im 7. Jahrgang der Oste-Hamme-Schule durchgeführt. Dieter Wellbrock vom Polizeikommissariat Osterholz gestaltete den zweitägigen Workshop für die drei 7. Klassen gemeinsam mit dem Schulsozialpädagogen Philipp Meckel im evangelischen Gemeindehaus.
Kooperationsaufgaben förderten das Vertrauen und die Zusammenarbeit in den Klassen. Alltagsnahe Rollenspiele zeigten, wie schnell man in gefährliche Situationen gerät und wie man diese vermeidet.

Sich fallen und auffangen zu lassen, erfordert Vertrauen.
„Nur Zuschauen gibt es nicht“ lautete die Erkenntnis aus einer gespielten „Prügelei“, denn die an der Schlägerei nicht unmittelbar Beteiligten können schnell zu Mittäter:innen werden, wenn sie Hilfe für das Opfer unterlassen oder das Geschehen vielleicht sogar noch filmen.
Der Workshop war nicht nur lehrreich, er machte den Schüler:innen noch dazu viel Spaß. Entwickelt wurde das Projekt „Wir sind stark“ vom Polizeikommissariat Osterholz nach einer Idee des Präventionskommissariats (Polizeipräsidium München).
(Text und Fotos: Krs)
