Präventionsprojekt „Gegen Gewalt im Netz“

Was ist eigentlich Gewalt? Auf diese Frage wissen die Schüler:innen des 7. Jahrgangs spontan viele verschiedene Antworten: Verbale Gewalt, körperliche Gewalt, aber auch Cybermobbing werden schnell genannt und finden ihren Platz an der Tafel. Doch wer entscheidet eigentlich darüber, wo Gewalt anfängt und ob sie aufhört? „Das entscheidet allein der Betroffene. Bei Stopp ist Schluss“, betont Axel Prigge.

Der Polizeibeamte führte an drei Tagen ein Projekt zur Medienprävention unter dem Motto „Gegen Gewalt im Netz“ in den 7. Klassen durch. Dabei ging es nicht nur um die verschiedenen Formen von Gewalt, die alle auch im Internet zu finden sind, sondern auch um die Frage, was Jugendliche (und Erwachsene) legal im Netz tun können und auf welche rechtlichen Vorgaben sie achten müssen. 21 000 Euro Strafe für eine illegal heruntergeladene CD? Solche Beispiele schreckten ab. Auch Lehrkräfte im Unterricht zu filmen oder auch nur die Stimme aufzuzeichnen, ist strafbar.

Anhand eines Medienzeitstrahls ermittelten die Schüler:innen, wie viele Stunden sie täglich im Internet sind. Manch einer kam dabei sogar in den zweistelligen Bereich, denn das Smartphone ist für viele ein ständiger Begleiter. Axel Prigge machte auch an anschaulichen Beispielen deutlich, was mit den eigenen ungeschützten Daten im Netz passiert. „Alle, die ins Internet gehen, hinterlassen einen Fußabdruck“, so Prigge, der auch als Kontaktbeamter der Polizei im Landkreis Osterholz tätig ist.

Wie reagiert man auf sogenannte Schocknachrichten und unbekannte Anrufer aus dem Ausland? Welche Regeln sollten im Klassenchat gelten und wer ist für die Einhaltung verantwortlich? Dürfen Eltern die Handys ihrer Kinder überprüfen? Was bedeutet Cybergrooming? All das und noch mehr waren weitere Themen während des eintägigen Projektes. Dass die App „Roblox“ seit Januar 2025 erst ab 16 Jahren freigegeben ist und bei „Snapchat“ Daten über den eigenen Standort mit der ganzen Welt geteilt werden, überraschte die Siebtklässler:innen dann doch.

Besonders nachdrücklich sprach sich Axel Prigge auch gegen den sogenannten „Gefehler“ aus. Jemandem absichtlich ein Bein zu stellen, sei kein Spaß, sondern eine gefährliche Körperverletzung, für die Betroffene Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangen könnten. Zum Abschluss ging es um „Deep Fakes“. Bei einem Quiz konnten die Schüler:innen testen, wie gut sie KI-Fotos erkennen. Auch ein Bewegungsspiel mit „Störfaktor“ sorgte für Abwechslung.

Text und Foto: Krs

 

White Horse Theatre an der OHS: Mobbing-Drama ging unter die Haut

„The watchers are the worst“ – So lautete eine der eindringlichen Botschaften des Theaterstückes „Sticks & Stones“ rund um das Thema Mobbing. Ein Ensemble des englischsprachigen Tournee-Theaters White Horse Theatre Company war am 4. Dezember im Rahmen seiner Deutschlandtournee zu Gast an der Oste-Hamme-Schule.

Foto: René Golz

Die Schüler:innen des 7. bis 10. Jahrgangs saßen auf der Tribüne der Turnhalle am Brilliter Weg und warteten gespannt auf das, was da kommen sollte. Das Bühnenbild wirkte mit einem großen Graffiti als Hintergrund und ein paar weißen Kästen recht spartanisch. Umso intensiver lag die Aufmerksamkeit auf dem atmosphärischen Spiel der Darsteller:innen. Morgan Corby, Jennifer Lockwood, Amber Tormey und Ewan Bruce übernahmen in dem zweigeteilten Stück unterschiedliche Rollen.

Ein Schüler und eine Schülerin, die in der Schule massivem Mobbing ausgesetzt sind, standen im Fokus der ineinander verwobenen Handlungsstränge. Einige Szenen gingen unter die Haut, auch wenn jedem im Raum klar war, dass alles inszeniert war. Die Schüler:innen wurden so selbst zu Zeug:innen des Mobbings, das in einem Fall fast tödlich ausgegangen wäre.

Foto: René Golz

Die Rechtfertigungen der Täter:innen machten schnell deutlich, dass die Gründe weit tiefer gingen als die zunächst geäußerte Behauptung, ein nicht wirklich ernst gemeintes „Spiel“ treiben zu wollen. Am Ende des Stückes animierten die Schauspieler:innen das junge Publikum, für die Mobbing-Opfer im Wortsinn aufzustehen und diese aktiv gegen die Mobber zu unterstützen.

Nach dem Theaterstück hatten die Schüler:innen Gelegenheit, Fragen zu stellen, was viele sehr souverän auf Englisch taten. Das Theaterstück war zusätzlich ein gutes Training für das englische Hörverstehen. Und Spaß war trotz des ernsten Themas auch dabei.

Text: Krs

Mit festlicher Stimmung in den Advent

Zwei Tage lang hatten die Schüler:innen der Oste-Hamme-Schule mit ihren Lehrkräften gebastelt, gemalt, gebaut, gebacken, eingetütet und beschriftet. Am 26. November fand dann der schon zur Tradition gewordene Weihnachtsbasar in der Außenstelle statt. Wer noch Geschenkideen für das Fest oder Weihnachtsdeko suchte, konnte an den liebevoll dekorierten Ständen fündig werden. Bemalte Kerzen, Weihnachtliches aus Holz, Sterne aus Wäscheklammern und Pfeifenputzern waren ebenso im Angebot wie bunte Badebomben und dekorativ gestaltete Weihnachtskarten.

Auch duftende Kräutersalze und selbstgemachte Marmeladen mit weihnachtlichen Gewürzen lockten die Besucher:innen an. Ein Bücherflohmarkt lud zum Stöbern ein. Mit etwas Glück konnte man tolle Preise bei der Tombola gewinnen. Die 9b hatte dafür wochenlang Preise und Werbegeschenke in den umliegenden Firmen, Banken und Geschäften gesammelt. Am Ende wurden 380 Lose verkauft, ohne Nieten. Die Koop-Klasse beteiligte sich mit einem eigenen Stand und bot Vogelfutter und Windlichter an.

Auch für den Gaumen war gesorgt. Crêpes, Waffeln, gebrannte Mandeln und Punsch gehörten zu den Highlights. Weihnachtliche Musik durfte auch nicht fehlen. Auf der Bühne in der Pausenhalle präsentierten Schüler:innen und Lehrkräfte ein kleines adventliches Programm. Es war für jeden etwas dabei und so kam schon vor dem ersten Advent eine festliche Stimmung auf. Der Erlös aus dem Verkauf fließt zum Teil in die Klassenkassen. Die andere Hälfte geht als Spende an eine caritative Einrichtung.

Text: Krs / Fotos: Due, Gru, Ker, MHo

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