Verstärkung in der Schulsozialpädagogik

Liebe Schülerinnen und liebe Schüler,

sehr geehrte Eltern und sehr geehrte Sorgeberechtigte,

auf diesem Wege möchte ich mich gerne bei Ihnen vorstellen. Mein Name ist Daniel Bolmer und ich bin seit Dezember 2020 als Schulsozialpädagoge an dieser Schule tätig.

Ich habe schon berufliche Erfahrungen als Gesundheits- und Krankenpfleger in Münster und in Bremen gemacht, ehe ich mich zu einem Studium der Sozialen Arbeit entschloss. Nach dem abgeschlossenen Studium arbeitete ich zunächst als Klassenleitung in einer Tagesbildungsstätte einer heilpädagogischen Einrichtung und bis zuletzt als pädagogischer Mitarbeiter im Bereich der Jugend- und Berufsbildungsmaßnahmen eines Bildungsträgers.

Gemeinsam mit meiner Kollegin Frau Leißner werde ich allen SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern, bzw. sorgeberechtigten Personen, beratend und präventiv zur Seite stehen. Bei allen Beratungen unterliege ich der Schweigepflicht. Ihr könnt euch, bzw. Sie können sich, also jederzeit vertrauensvoll an mich wenden und müssen nicht befürchten, dass ich andere Personen über Beratungsinhalte informiere.

Ich freue mich auf viele spannende Projekte, sowie interessante und offene Gespräche!

Zum Schluss natürlich noch etwas persönliches von mir: Ich bin verheiratet und Vater von zwei Jungs. In meiner Freizeit arbeite ich gerne im Garten, fotografiere, mache hin und wieder Musik mit Freunden oder fahre Motorrad.

 

So findet man mich:

Büro Schulsoz.päd. (Hauptgebäude)

Telefon:  04763 / 939770

Mail: daniel.bolmer@ostehammeschule.de

 

Büro Schulsoz.päd. (Hauptgebäude)

Telefon:  04763 / 939770

Mail: daniel.bolmer@ostehammeschule.de

Projekttag: Schule ohne Rassismus

Am 9. November fand der diesjährige Projekttag „Schule ohne Rassismus“ an der Oste-Hamme-Schule statt. Die einzelnen Jahrgänge arbeiteten zu unterschiedlichen Themen. Schwerpunkte waren der Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung sowie die Förderung eines gleichberechtigten Miteinanders.

Kinder der Welt

„Kinder der Welt lautete das Thema im 5. Jahrgang. Sorina und Sophia erzählen von ihrem Tag: „Am Montag, den 09. November, hatten wir Projekttag. Im ersten Block haben wir ein Plakat gemacht (siehe Foto), wo wir über unsere Unterschiede geredet haben. Jeder hat ein Kind zugeteilt bekommen und musste zeigen, wo auf der Erde das Kind wohnt. Wir haben dann einen Film geguckt, in dem zu sehen war, wie schwer es andere Kinder haben. In dem Film ging es zum Beispiel darum, dass die Kinder einen gefährlichen Schulweg haben. Im dritten Block haben wir ein Arbeitsblatt zu Kinderrechten bearbeitet. Wir alle fanden es toll, dass die Schule so etwas veranstaltet.“

Nobody is perfect

Die Schüler*innen des 6. Jahrgangs beschäftigten sich mit dem Thema „Leben mit Behinderungen“.

Die 6a berichtet über ihren Tag: „Zu Beginn sammelten wir Gedanken zu dem Begriff Behinderungen. Viele von uns treffen Menschen mit Behinderungen jeden Tag: in der Nachbarschaft, in der Familie, in der Schule. Auch über die verschiedenen Behinderungen unterhielten wir uns. Wir stellten fest, dass jeder Mensch ganz unterschiedliche Stärken und Schwächen hat und das alle ein glückliches Leben führen möchten.

Zum Ende erfuhren wir kurz, wie es ist, nicht sehen zu können. Wir stellten ein Blindenmemory her und hatten viel Spaß beim Spielen. Mit verbunden Augen und unserem Zeigestock als Blindenstock machten wir uns auf den Weg von unserem Klassenzimmer zur Toilette. Wir suchten uns einen Freund oder eine Freundin aus, die uns beim Gehen „ohne Augen“ unterstützte. Zu Beginn war es sehr schwer, aber mit der Zeit klappte es immer besser. Auch die Blindenschrift lernten wir kennen. Die nächsten Medikamentenpackungen werden wir uns vielleicht anders erlesen, nämlich mit den Fingern und nicht den Augen.“

Die Klasse 6b erarbeitete sich das gleiche Thema im Rahmen eines Kunstprojekts. Das Motto lautete: „Wen interessiert‘s? – Nobody‘s perfect!“ Als Ergebnis des Projekttages gestaltete die Klasse ein großes Plakat (siehe Foto), das nun die obere Pausenhalle der Außenstelle schmückt.

Flucht und Asyl

Im 7. Jahrgang stand das Thema „Flucht und Asyl“ auf dem Programm. Anlässlich des Volkstrauertags, der heute nur noch wenig wahrgenommen wird, begann die Klasse 7c ihren Projekttag mit einem kurzem Rückblick auf die beiden Weltkriege, die damit verbundenen Fluchten, die Entstehung des Volksbundes und der Bedeutung der Gedenkfeiern zum jährlichen Volkstrauertag. Gemeinsam mit Frau Schröder ging die Klasse zum Gedenkstein neben der Kirche und schaute sich Namen der Gefallenen oder Vermissten an. „Alle waren sehr interessiert, vor allem, wenn bekannte Nachnamen vorkamen“, berichtet Frau Schröder. „Anschließend haben wir in der Klasse den Schwenk zu Flucht und Asyl gemacht.“ Das Hineinfühlen in den Gedanken, fluchtartig packen zu müssen und das Elternhaus vielleicht für immer zu verlassen, ohne zu wissen, wo man bleibt, verbanden die Schüler*innen mit der Aufgabe „Was packe ich ein, was kann ich schleppen, was ist mir wichtig?“.

Typisch Mann? Typisch Frau?

Der Jahrgang 8 setzte sich mit der Thematik „Gleichberechtigung“ auseinander. „Im Einstieg habe ich in meiner Klasse 8c an die klassischen Rollenklischees angeknüpft“, erzählt Frau Kersten. Können Tätigkeiten wie Rasen mähen, Kleiderschrank ausmisten, Wäsche waschen usw. einem Geschlecht zugeordnet werden? In der anschließenden Diskussion ging es um die Frage: Woher resultiert unser Rollenverständnis? Im zweiten Unterrichtsblock wurden die Rollenbilder aufgebrochen, indem sich die Schüler*innen selbst in die Rolle als künftige Ehepartner*innen hineinversetzten und zu dem Schluss kamen, dass es keine typischen Männer- und Frauenaufgaben gibt und sie in einer Beziehung gleichberechtigt sind. Im Anschluss wurde der familiäre Blickwinkel um die Bereiche Politik und Bildung erweitert. Am Ende wurde in Kleingruppen eine eigene Plakatwerbung, welche mehr Gleichberechtigung der Frau bewerben sollte, erstellt.

Auch die Klasse 8b setzte sich mit den typischen Geschlechterklischees auseinander, allerdings auch auf schauspielerische Weise, was für viel Spaß sorgte. Die Schüler*innen beschäftigte auch die Frage, ob es in unserer Gesellschaft wirklich eine Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen gibt.

Die Klasse 8d führte den Projekttag gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Heitsch im Quarantäne-Homeschooling per Videokonferenz durch. Dabei ging es um „typische“ Geschenke für Jungen und Mädchen sowie „Männer- und Frauenberufe“, wobei die jeweiligen Zuordnungen kritisch hinterfragt wurden. Dem Thema Gleichberechtigung näherten sich die Schüler*innen zudem über die Analyse von Karikaturen. Dazu setzte sich die Klasse mit eigenen Zukunftsvorstellungen auseinander. Alternativ konnte der Film „Billy Eliot“ angeschaut und Aufgaben dazu bearbeitet werden. Der Film handelt von einem jungen Mann, der Balletttänzer werden möchte und deshalb mit allerlei Vorurteilen zu kämpfen hat.

Die Bedeutung des 9. Novembers

Der 9. Jahrgang arbeitete zu verschiedenen Themen rund um den 9. November. Paulina, Tim, Lukas und Mike aus der 9a berichten: „Als Erstes haben wir gelernt, warum der Projekttag „Schule ohne Rassismus“ am 9.11. stattfindet und was das für die deutsche Geschichte bedeutet. Am 9.11 war z. B. der deutsche Mauerfall. Außerdem haben wir auch einen Kurzfilm zu dem Thema „Schwarzfahren“ geschaut. Dazu haben wir Arbeitsblätter bekommen, die wir bearbeitet haben. Danach haben wir einen langen Film mit dem Titel „Die Kriegerin“ geschaut, wozu wir anschließend eine Gruppenarbeit gemacht haben. In dem Film ging es um Judenhass und Rassismus in Deutschland.

Antisemitismus gestern und heute

Der 10. Jahrgang beschäftigte sich anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 mit der Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus. Dazu schauten die Schüler*innen zum Einstieg eine Dokumentation über jüdische Jugendliche in Deutschland, die über ihr Leben erzählten. Dabei wurde schnell deutlich, dass Antisemitismus in Deutschland auch heute noch ein Problem ist. Die Klassen reflektierten kritisch Vorurteile und Verschwörungstheorien gegenüber Juden und erfuhren, woher diese kommen. Auch die Geschichte des Judentums wurde in Grundzügen thematisiert. Abschließend ging es darum, wohin der über Jahrhunderte sich entwickelnde Judenhass geführt hat: zur Ermordung von mehr als 6 Millionen europäischen Juden durch die Nationalsozialisten. Fotos aus dem Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz ließen die Schüler*innen betroffen zurück und boten Anlass zu vielen Fragen. Per Filmdokumentation kamen auch Zeitzeugen zu Wort, die an die besondere Verantwortung im Umgang mit der Geschichte erinnerten.

Fotos: Till Riggers (5c) und Frau Grube

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